Juist-Stiftung gratuliert dem Nationalparkhaus

Das Nationalparkhaus auf Juist ist jetzt gut doppelt so alt wie die Juist-Stiftung. Dies und die gute Kooperation der beiden Organisationen zum Wohl der Insel nahm der Vorstand zum Anlass, den Inselmaler Friedrich Fäsing zu bitten, ein Bild zum 30. Geburtstag zu malen. Der alte Bahnhof, der Austernfischer und auch das Wal-Skelett fanden als Symbole des Juister Nationalparkhauses darin ihren verdienten Platz.

Bei der Jubiläumsfeier am 5. August 2020 konnte der langjährige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende Dieter Brübach das Bild an Jens Heyken, Leiter des Nationalparkhauses, überreichen. Einen Bericht über die Ansprachen zum 30jährigen Jubiläum mit Fotos finden Sie bei JNN.


Juist-Stiftung – Ratsmitglied Hans Kolde im Telefon-Interview: „Corona ist eine Warnung an die Menschheit“

Der Juister Pädagoge Hans Kolde ist seit der Gründung der Juist-Stiftung 2006 Mitglied im Rat der Bürgerstiftung. Er wurde vor zwei Jahren für sein fortwährendes Engagement als „Botschafter“ der Juist-Stiftung geehrt. Stiftungsratsmitglied Heinz Alenfelder aus Köln nahm den ausgefallenen Osterurlaub zum Anlass, ein Telefon-Interview zur aktuellen Lage mit diesem Zeitzeugen zu führen, der auf 95 Lebensjahre zurückblickt.
 
 
Zur Zeit werden die älteren Menschen ja pauschal als Risikogruppe betitelt. Du, Hans, ragst als Hochbetagter nochmal aus dieser Gruppe heraus. Wie geht es dir damit?
 
Nun ja, meine gesundheitliche Situation ist mittlerweile sehr angespannt und ich muss mit starken Schmerzen leben. Die Corona-Einschränkungen haben natürlich auch für mich Auswirkungen, denn ich will die sozialen Kontakte nicht abreißen lassen. Andererseits haben die Lockerungen auch ihre Haken und Ösen und man muss sehr vorsichtig sein. Ich versuche aber, die Situation so leger wie es geht zu nehmen.
 
Noch ist auf Juist keine Infektion bekannt geworden. Woran kann das liegen? Was ist auf Juist anders als sonstwo in Deutschland?
 
Ich schätze, dass auf der einen Seite die rigide Befolgung der Restriktionen, die Einschränkungen der Schifffahrt und des Flugverkehrs ihren Anteil hat. Auf der anderen Seite haben aber sicher auch die klimatischen Bedingungen, das gesunde Klima Juists einen positiven Einfluss. Immerhin kommen ja viele Menschen mit Atemwegserkrankungen zur Kur nach Juist – aber das ist nicht durch Studien belegt. Für die nahe Zukunft kommt es jetzt natürlich darauf an, wie man mit Lockerungen umgeht. Seitens der Insulaner läuft das aus meiner Sicht gut.
 
Hast du in deinem langen Leben so etwas schon einmal erlebt? Womit lässt sich die Situation vergleichen?
 
Was die Krankheit angeht, so habe ich so etwas auch noch nicht erlebt. Ich vergleiche die Situation aber mit dem Kriegsende 1945. Damals war ich 20 Jahre alt und habe sehr bewusst die massive Einschränkung persönlicher Freiheiten durch die Besatzungsmacht erlebt. Die Ausgangssperre ab 21 Uhr. Die rigiden Formen des Umgangs mit den Menschen, die Zwänge damals, das ist durchaus mit der heutigen Situation vergleichbar. Hinzu kamen allerdings die Hungersnöte bis 1947, der gräßliche Winter 1946/47 mit minus 20 Grad, dem zugefrorenen Wattenmeer und der Zerstörung des Anlegers.
 
Deutschland steht zur Zeit Kopf, die Welt steht Kopf. Wie soll das weitergehen?
 
Gute Frage! Mit Sicherheit ist es nicht möglich, dass es nach der Krise mit „Business as usual“ wie vor Januar 2020 weitergeht! Es wird Veränderungen geben. Ich denke, jeder wäre jetzt gut beraten, sich Gedanken darüber zu machen, ob er zu alten Gewohnheiten zurückkehren will. Denn die Situation hat sich ja entwickelt, wie auch der Klimawandel zeigt. Die Ausweitung von Auto- und Flugverkehr, darüber wird jeder im Zusammenhang mit Zukunfts-perspektiven nachdenken müssen.
Was das Virus angeht, ist es schwer zu sagen, das wird eine Frage des Umgangs mit den Lockerungen sein.
 
Und die Stiftung? Was können Insulaner und Festländer, was können Stifter und Stifterinnen tun?
 
Mit der Stiftung ist es wie mit allen anderen Menschen: Ich denke, wir müssen uns in vielen Dingen ändern, oft auch in kleinen Bereichen. Wir müssen die eigenen Verhaltensweisen auf den Prüfstand stellen und uns fragen: Bin ich achtsam genug? Übernehme ich meine Mitverantwortung? Solche Fragen kommen auf uns zu.Ich blicke als ein Zeitzeuge ja jetzt auf 75 Jahre seit dem Kriegsende zurück. Und als denkender Mensch frage ich mich: Was kann unsere Gesellschaft tun? Und ich komme zum Schluss: Auch sie muss sich ändern! Corona ist eine Warnung an die Menschheit.
 
Hans, vielen Dank für das Interview. Und wie es heute so schön heißt:
Bleib gesund!
 
Das Interview mit Hans Kolde, der vor zwei Jahren als „Botschafter“ der Juist-Stiftung geehrt wurde, führte Heinz Alenfelder, Stiftungsratsmitglied aus Köln.
 
Das Foto zeigt Hans Kolde beim 60jährigen Flugplatz-Jubiläum im Jahr 2014.
 

„Neue Töne“ beim lebendigen Adventskalender

19. Dezember 2019: Bereits zum zweiten Mal waren die Juister Bürger*innen aufgefordert sich an dem lebendigen Adventskalender auf der Insel Juist zu beteiligen. Michael Bockelmann und Britta Ostermann organisierten den lebendigen Adventskalender nach letztjährigem Erfolg erneut und auch die Juist-Stiftung beteiligte sich dabei mit dem 19. Türchen bei der „Tour de Advent“.

(Das Bild zeigt Georg Lang beim Vortrag)

Hierzu lud das Vorstandsmitglied der Juist-Stiftung Georg Lang, Gäste und Insulaner*innen zu einem Gläschen Port in das Weinkontor in der Mittelstraße auf Juist ein. Er präsentierte eine Lesung in ostfriesischem Plattdeutsch und bayrischer Mundart, aus dem kleinen Band „Erna, der Baum nadelt“. Nachdem genau diese Art letztes Jahr so starken Zuspruch erhielt, trug Georg Lang die Geschichte „Ein botanisches Drama am Heiligen Abend“ von den Autoren Gernhardt, Eilert und Knorr noch einmal vor und wieder gelang es ihm, diese so vorzutragen, dass die 15 Zuhörer*innen sichtlich begeistert waren und ihn mit entsprechendem Applaus würdigten.

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Der Bund fürs Leben – besiegelt durch den Standesbeamten und verkündet an der Juister Hochzeits-Stele!

Als Projekt hat die Juist-Stiftung zusammen mit dem Heimatverein die Finanzierung der Hochzeits-Stele vor dem Standesamt im Alten Warmbad übernommen. Über den gesamten Prozess der Entstehung von der Idee bis zur fertigen Skulptur lassen wir nun gerne den Künstler selbst zu Wort kommen: Ted van Melick, Leiter des Kunstarbeitskreises des Heimatvereins und auch Mitglied im Rat der Juist-Stiftung:

 

„Mitte 2017 sagte Hans Kolde zu mir, Ingo Steinkrauß „hat da so eine Idee“, wir sollten uns mal zusammensetzen. Was soll ich sagen, die Idee war großartig, und ich war dabei. Das Projekt Hochzeitsstehle nahm Gestalt an. Im kleinen Kreis wurden dann später einige Skizzen ausgewertet und auch dem Heimatverein präsentiert. Sie waren angetan und gaben ihr Einverständnis.

Der endgültige Entwurf zeigte ein sich küssendes Pärchen (Männlein – Weiblein) neben einer großen Wellhornschnecke mit obendrauf zwei Eheringen.

 

 

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Einmal dem Moderator das Mikro aus der Hand nehmen – Juist-Stiftung ehrt Zeitstifter des Jahres 2017

(Juli 2018) Kaum hatte das Platzkonzert des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Juist begonnen, musste der Dirigent Michael Bockelmann, als Kreisstabführer ranghöchster Feuerwehrmusiker des Feuerwehrverbandes im Kreis Aurich, das Mikrophon wieder aus der Hand geben. Drei Vorstandsmitglieder fanden sich auf dem Kurplatz ein, um die Ehrung des diesjährigen Zeitstifters der Juist-Stiftung vorzunehmen. Inka Extra, Vorstandsvorsitzende: „Wir von der Juist-Stiftung müssen mal gerade dazwischenfunken, weil wir Michael Bockelmann ehren möchten. Da wir alle Insulaner sind, haben wir im Sommer so wenig Zeit, uns zu treffen. Und da wir wussten, dass er heute hier ist, möchten wir uns vor Ihnen als Publikum bei ihm für sein großes Engagement als Zeitstifter bedanken. Immer wenn wir Hilfe brauchen, können wir Michael Bockelmann ansprechen.“ (mehr …)