Geschichten
20 x 20 Baumpatenschaften – Projekt der Juist-Stiftung
Zum 20. Jubiläumsjahr möchte die Juist-Stiftung in Zusammenarbeit mit einer Baumschule für jedes „Lebensjahr“ zwei Bäume auf Juist pflanzen lassen, denn Bäume spielen eine entscheidende Rolle für die Insel. Ihre Wurzeln sorgen dafür, dass der Boden auf der Insel gefestigt wird und dass Sand und Erde nicht durch Wind oder Regen abgetragen werden. Durch ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen und Sauerstoff abzugeben, tragen Bäume aktiv zur Klimaregulation bei.
Die Ausschreibung
Im Rahmen der Baum-Patenschaft ermöglichen wir es allen Interessierten, dass auf ihren Grundstücken ein oder zwei Bäume von einer Baumschule fachgerecht gepflanzt werden. Die Baum-Patin oder der Baum-Pate sorgt dann für die Wasserversorgung und Pflege.
Das Verfahren
Anmeldungen werden erbeten bis 06. 07. 2026 per E-Mail (baum@juist-stiftung.de) oder telefonisch beim Vorstand (0151 6440 7760).
Im weiteren Verlauf des Septembers bereitet der Stiftungs-Vorstand die Pflanzaktion mit der Baumschule vor. Dazu findet zunächst ein angekündigter Besichtigungstermin statt, wo geeignete Bäume vorgeschlagen werden, aus denen sich die Baum-Patin oder der Baum-Pate einen auswählen kann. Danach wählen Vorstand und Baumschule die Pflanzstellen für das Projekt aus (der Rechtsweg ist ausgeschlossen). Die Baum-Patin oder der Baum-Pate wird über das Auswahlergebnis informiert und spricht mit dem Vorstand die Details der Pflanzaktion ab, die im Oktober/November 2026 stattfindet.
Die Baum-Patin oder der Baum-Pate erhalten jeweils eine Urkunde. Ihre Adresse wird von der Stiftung in Veröffentlichungen (z.B. einer Karte) genutzt, wenn dies erwünscht ist.
Von Mensch zu Mensch. Von Ort zu Ort.
Das Motto zum 20jährigen Jubiläum der Juist-Stiftung
2006 wurde die Juist-Stiftung als 99. deutsche Bürgerstiftung gegründet. Mit verschiedenen Veranstaltungen soll dies im Jubiläumsjahr 2026 gefeiert werden. Den Auftakt machte im April das vierte Stiftermahl in der evangelischen Inselkirche mit mehr als 80 Gästen. Als Gastredner konnte dafür der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff gewonnen werden.
Unter dem Motto „Von Mensch zu Mensch. Von Ort zu Ort.“ will die Stiftung in den Monaten Juni, Juli und August nun zeigen, wie sie auf Juist in Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppierungen das Gemeindeleben mitgestalten kann. Dazu finden Konzerte an verschiedenen Orten statt, an denen die Bürgerstiftung bereits mit Förderungen aktiv geworden ist.
Den Anfang macht am 18. Juni 2026 der Shantychor an den „Himmelsliegen“ auf der Düne vor dem Haus des Kurgastes. Die drei großen drehbaren Liegen sollten, so der Ideenstifter Ingo Steinkrauß seinerzeit, „Bürgerinnen und Bürgern der Insel bei Ausflügen oder Spaziergängen an ihren freien Tagen eine Möglichkeit zum Verweilen“ geben.
Im Juli spielt das „Blockflöten-Orchester-Juist“ und tanzen die Linedancer „Crows in Line“, eine Gruppe des Heimatvereins, dann auf dem Janusplatz in der Nähe des Mehrgenerationen-Fitness-Parcours. Dieser war bereits 2013 von der Stiftung an die Inselgemeinde übergeben worden.
Am Memmertfeuer, dessen Leuchtfeuer-Sanierung die Stiftung 2014 mit unterstützte, tritt im August dann der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr auf.
Inka Extra, die Vorsitzende des Stiftungsvorstands: „Wir hoffen, mit diesen Veranstaltungen einen Eindruck zu vermitteln, was es bedeutet, wenn wir sagen: Juist ist unser Lebensmittelpunkt und wir wollen fortwährend dazu beitragen, den Lebensraum auf Juist zu verbessern.“ Sie lässt es sich auch nicht nehmen, alle die sich mit der Insel verbunden fühlen, aufzufordern, mitzumachen: durch Spenden oder auch mit Zeit- oder Ideen-Stiftungen.
20 Jahre Juist-Stiftung – Wir für Juist!
Die Juist-Stiftung erhielt am 16.02.2006 ihre Anerkennung als 99. Bürgerstiftung und besteht somit seit 20 Jahren. Dem Gründungsforum am 14.01.2006, für das 66 Gründungsstifter geworben werden konnten, waren viele Treffen und Sitzungen vorausgegangen. Dieter Brübach, langjähriger Vorsitzender und später auch Ehrenvorsitzender, war nach seinem Ausscheiden aus der Organisation des damaligen Musikfestivals mit André Ebbighausen Ideengeber und Hauptmotor der Gründung einer Bürgerstiftung auf der Insel Juist. Große Unterstützung dafür – wie für die ebenfalls in dieser Zeit gegründeten Bürgerstiftungen in Norden, auf Borkum und auf Norderney – kam von Alfred Janßen von der OLB, der die Verbindung zur Bertelsmannstiftung aufbaute, die schließlich die Satzung erstellte.

Zeitstifter 2024 – Inselumspannender Einsatz mit großer Ausdauer
Die Juist-Stiftung vergibt traditionell bei ihrem jährlichen Stifterforum, der Versammlung der Stifterinnen und Stifter, eine Urkunde an die Person oder Organisation, die als Zeitstifter des Jahres ausgewählt wurde. Für das Jahr 2024 wurde Björn Behnke geehrt, der einen umfangreichen Anteil an der Installation des Notfall-Orientierungs-Systems auf Juist hatte. Vorstandsmitglied Franz Tiemann betreute das Projekt von Anfang an und entwarf die folgende Laudatio, die auch eine Beschreibung des Ablaufs enthält.

Das Foto zeigt den Stiftungsratsvorsitzenden Carsten Poppinga bei der Übergabe der Urkunde an Björn Behnke und Birgit Karkos.
Zwergwaldame „Waltraud“ hat neuen Mitbewohner
Auf dem Vorplatz des Nationalpark-Hauses Juist konnte kürzlich das Skelett eines Schweinswals einziehen. Der Leiter des Nationalpark-Hauses, Jens Heyken (im Foto 2. v.l.) erläutert dessen Geschichte:
Seit Herbst 2023 können sowohl Gäste als auch Einheimische das Skelett eines vor über 20 Jahren am Juister Westende gestrandeten Zwergwals bestaunen. Im Zuge der Neugestaltung der Dauerausstellung des Nationalpark-Hauses Juist zog „Waltraud“, wie die Zwergwaldame genannt wird, aus der alten Ausstellung auf den Vorplatz in eine neue verglaste Behausung um. Da der hintere Bereich dieses Domizils noch viel Platz bot, entstand im Team des Nationalpark-Hauses die Idee, dort ein weiteres Skelett zu präsentieren. Die Wahl fiel dabei auf den Schweinswal, der im Gegensatz zum Zwergwal ein typischer Nordseebewohner ist.
Im Bild: Vorstandsmitglieder der Juist-Stiftung und Nationalpark-Haus-Leiter vor dem Ausstellungskasten (v.l.n.r.: André Ebbighausen, Jens Heyken, Inka Extra, Frauke Rose)
Zeit schenken mit Herz und Musik – Margrith Bucher im Gespräch
Abschied von Hans Kolde
Mit großer Betroffenheit und Trauer reagierten die Mitglieder von Vorstand und Stiftungsrat der Juister Bürgerstiftung auf die Nachricht, dass Hans Kolde am 28. April 2024 in seinem 100. Lebensjahr verstorben war. Inka Extra, Vorstandsvorsitzende: „Ich kann mich gut an seinen Spruch erinnern: Immer wenn es um die Nachfolge für Kunst auf Juist oder das Museum ging, hat er mir seinen Arm über die Schulter gelegt und gesagt ‚Inka, wir können nicht davon ausgehen, dass Hans Kolde 100 Jahre alt wird, wir müssen da schon mal drüber reden.‘ Ich bin traurig, dass es jetzt genau so gekommen ist.“
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