Jahr 2020

Zum Jahresabschluss finden Sie hier die Zusammenfassungen fast aller (Online-)Berichterstattungen

 

Juist-Stiftung gratuliert dem Nationalparkhaus

Das Nationalparkhaus auf Juist ist jetzt gut doppelt so alt wie die Juist-Stiftung. Dies und die gute Kooperation der beiden Organisationen zum Wohl der Insel nahm der Vorstand zum Anlass, den Inselmaler Friedrich Fäsing zu bitten, ein Bild zum 30. Geburtstag zu malen. Der alte Bahnhof, der Austernfischer und auch das Wal-Skelett fanden als Symbole des Juister Nationalparkhauses darin ihren verdienten Platz.

Bei der Jubiläumsfeier am 5. August 2020 konnte der langjährige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende Dieter Brübach das Bild an Jens Heyken, Leiter des Nationalparkhauses, überreichen. Einen Bericht über die Ansprachen zum 30jährigen Jubiläum mit Fotos finden Sie bei JNN.


Sonderausstellung im Küstenmuseum: Der Hammersee – Süßwasseroase mitten im Meer

Die Satzung der Juister Bürgerstiftung zählt unterschiedliche Stiftungsziele auf: Ob Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur oder Heimat- und Landschaftspflege. All dies findet sich auch in den verschiedenen Ausstellungen und Aktivitäten des Juister Küstenmuseums wieder. Die Unterstützung des Küstenmuseums ist deshalb für die Juist-Stiftung – nicht zuletzt durch die Mitgliedschaft im Förderverein – im Laufe der Zeit schon zur Selbstverständlichkeit geworden.

So konnte der Vorstand im Mai letzten Jahres eine große Spende für die geplante Neugestaltung überreichen. Anlässlich der Ehrung der Zeitstifterin des Jahres 2016 erklärte Inka Extra, Vorsitzende des Vorstands: „Unser Engagement im Museumsverein, zu dem neben der Juist-Stiftung auch der Heimatverein Juist e.V. und die Inselgemeinde gehören, besteht im wesentlichen daraus, dass Christiane [Wittich] Flyer, Plakate und Werbemittel für das Küstenmuseum in ihrer freien Zeit gestaltet“. (mehr …)


Das 15. Stifterforum wird verschoben

Alle Stifterinnen und Stifter der Juister Bürgerstiftung erhielten Ende Juni Post von Carsten Poppinga. Darin erklärt der Vorsitzende des Stiftungsrats: „Wir bedauern sehr, dass es uns wegen der Coronapandemie in diesem Jahr nicht möglich ist, ein Stifterforum wie gewohnt in den Sommermonaten durchzuführen.“

Beim Stifterforum findet ein sehr konstruktiver Austausch über die Stiftung und deren Arbeit statt. Laut Satzung der Juist-Stiftung hat das Stifterforum die Aufgabe, Jahresabschluss und Tätigkeitsbericht des Vorjahres zu begutachten. Außerdem stellt der Vorstand den Wirtschaftsplan der Bürgerstiftung für das laufende Haushaltsjahr vor.

Jetzt hoffen Vorstand und Rat, das Stifterforum im 4. Quartal 2020 als Versammlung durchführen zu können. Sollte das nicht möglich sein, erwägen sie eine Online-Veranstaltung.

Poppinga weist in seinem Brief auch darauf hin, dass „2020 für unsere Insel und für die Bürgerstiftung sehr herausfordernd wird“. Er setzt auf die Unterstützung durch all diejenigen, die die Insel Juist schätzen und ruft auf zu weiteren Zustiftungen, damit die Stiftungsziele auch zukünftig erreicht werden können.


Juist-Stiftung – Ratsmitglied Hans Kolde im Telefon-Interview: „Corona ist eine Warnung an die Menschheit“

Der Juister Pädagoge Hans Kolde ist seit der Gründung der Juist-Stiftung 2006 Mitglied im Rat der Bürgerstiftung. Er wurde vor zwei Jahren für sein fortwährendes Engagement als „Botschafter“ der Juist-Stiftung geehrt. Stiftungsratsmitglied Heinz Alenfelder aus Köln nahm den ausgefallenen Osterurlaub zum Anlass, ein Telefon-Interview zur aktuellen Lage mit diesem Zeitzeugen zu führen, der auf 95 Lebensjahre zurückblickt.
 
 
Zur Zeit werden die älteren Menschen ja pauschal als Risikogruppe betitelt. Du, Hans, ragst als Hochbetagter nochmal aus dieser Gruppe heraus. Wie geht es dir damit?
 
Nun ja, meine gesundheitliche Situation ist mittlerweile sehr angespannt und ich muss mit starken Schmerzen leben. Die Corona-Einschränkungen haben natürlich auch für mich Auswirkungen, denn ich will die sozialen Kontakte nicht abreißen lassen. Andererseits haben die Lockerungen auch ihre Haken und Ösen und man muss sehr vorsichtig sein. Ich versuche aber, die Situation so leger wie es geht zu nehmen.
 
Noch ist auf Juist keine Infektion bekannt geworden. Woran kann das liegen? Was ist auf Juist anders als sonstwo in Deutschland?
 
Ich schätze, dass auf der einen Seite die rigide Befolgung der Restriktionen, die Einschränkungen der Schifffahrt und des Flugverkehrs ihren Anteil hat. Auf der anderen Seite haben aber sicher auch die klimatischen Bedingungen, das gesunde Klima Juists einen positiven Einfluss. Immerhin kommen ja viele Menschen mit Atemwegserkrankungen zur Kur nach Juist – aber das ist nicht durch Studien belegt. Für die nahe Zukunft kommt es jetzt natürlich darauf an, wie man mit Lockerungen umgeht. Seitens der Insulaner läuft das aus meiner Sicht gut.
 
Hast du in deinem langen Leben so etwas schon einmal erlebt? Womit lässt sich die Situation vergleichen?
 
Was die Krankheit angeht, so habe ich so etwas auch noch nicht erlebt. Ich vergleiche die Situation aber mit dem Kriegsende 1945. Damals war ich 20 Jahre alt und habe sehr bewusst die massive Einschränkung persönlicher Freiheiten durch die Besatzungsmacht erlebt. Die Ausgangssperre ab 21 Uhr. Die rigiden Formen des Umgangs mit den Menschen, die Zwänge damals, das ist durchaus mit der heutigen Situation vergleichbar. Hinzu kamen allerdings die Hungersnöte bis 1947, der gräßliche Winter 1946/47 mit minus 20 Grad, dem zugefrorenen Wattenmeer und der Zerstörung des Anlegers.
 
Deutschland steht zur Zeit Kopf, die Welt steht Kopf. Wie soll das weitergehen?
 
Gute Frage! Mit Sicherheit ist es nicht möglich, dass es nach der Krise mit „Business as usual“ wie vor Januar 2020 weitergeht! Es wird Veränderungen geben. Ich denke, jeder wäre jetzt gut beraten, sich Gedanken darüber zu machen, ob er zu alten Gewohnheiten zurückkehren will. Denn die Situation hat sich ja entwickelt, wie auch der Klimawandel zeigt. Die Ausweitung von Auto- und Flugverkehr, darüber wird jeder im Zusammenhang mit Zukunfts-perspektiven nachdenken müssen.
Was das Virus angeht, ist es schwer zu sagen, das wird eine Frage des Umgangs mit den Lockerungen sein.
 
Und die Stiftung? Was können Insulaner und Festländer, was können Stifter und Stifterinnen tun?
 
Mit der Stiftung ist es wie mit allen anderen Menschen: Ich denke, wir müssen uns in vielen Dingen ändern, oft auch in kleinen Bereichen. Wir müssen die eigenen Verhaltensweisen auf den Prüfstand stellen und uns fragen: Bin ich achtsam genug? Übernehme ich meine Mitverantwortung? Solche Fragen kommen auf uns zu.Ich blicke als ein Zeitzeuge ja jetzt auf 75 Jahre seit dem Kriegsende zurück. Und als denkender Mensch frage ich mich: Was kann unsere Gesellschaft tun? Und ich komme zum Schluss: Auch sie muss sich ändern! Corona ist eine Warnung an die Menschheit.
 
Hans, vielen Dank für das Interview. Und wie es heute so schön heißt:
Bleib gesund!
 
Das Interview mit Hans Kolde, der vor zwei Jahren als „Botschafter“ der Juist-Stiftung geehrt wurde, führte Heinz Alenfelder, Stiftungsratsmitglied aus Köln.
 
Das Foto zeigt Hans Kolde beim 60jährigen Flugplatz-Jubiläum im Jahr 2014.
 

Die Juist-Stiftung stellte sich vor…

Mit Freude folgte die Juist-Stiftung im Januar 2020 der Einladung des Heimatvereins Juist e.V. zum Klönnachmittag mit dem Thema „Juister Stiftungen stellen sich vor“. So berichteten Dr. Okot-Opiro und Dr. Göttlicher an diesem Nachmittag über die Naume-Kinderstiftung in Afrika durch einen Filmbeitrag.

Zuvor stellte Dieter Brübach, Ehrenvorsitzender der Juist-Stiftung, in seinem Vortrag die „zehn Merkmale einer Bürgerstiftung“ vor. Er verdeutlichte diese Kriterien, nach denen der Bundesverband Deutscher Stiftungen das Qualitätssiegel vergibt, anhand der Projekte, die die Juist-Stiftung seit ihrer Gründung 2006 durchführt. Sicher war so manche Information auch für die interessierten Gäste des Klönnachmittags neu und aufschlussreich. Dieter Brübach: „Ich hoffe, auf diesem Weg unsere Stiftung auf der Insel noch ein wenig mehr zu verankern, denn immerhin kommt zur Zeit mehr als die Hälfte der Stifterinnen und Stifter vom Festland“. Er würde sich freuen, wenn auch Neuzugezogene ihren Beitrag für die Unterstützung der Juist-Stiftung leisten könnten, sei es durch Geld- oder durch Zeit- und Ideenstiftungen.

Die Juist-Stiftung bedankt sich an dieser Stelle beim Heimatverein Juist e.V. noch einmal für die Einladung und die Möglichkeit zur Vorstellung ihrer Stiftungstätigkeit.

Die Bilder zeigen beispielhaft die Satzungsziele, ein Projekt und den Hinweis auf eine wichtige Netzwerktätigkeit, die den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung entsprechen und somit zur Erlangung des Gütesiegels führen. Die ganze Präsentation der Juist-Stiftung finden Sie in der Rubrik  unter hier (Infomaterial und Sonstiges).