20 Jahre Juist-Stiftung – Wir für Juist!
Die Juist-Stiftung erhielt am 16.02.2006 ihre Anerkennung als 99. Bürgerstiftung und besteht somit seit 20 Jahren. Dem Gründungsforum am 14.01.2006, für das 66 Gründungsstifter geworben werden konnten, waren viele Treffen und Sitzungen vorausgegangen. Dieter Brübach, langjähriger Vorsitzender und später auch Ehrenvorsitzender, war nach seinem Ausscheiden aus der Organisation des damaligen Musikfestivals mit André Ebbighausen Ideengeber und Hauptmotor der Gründung einer Bürgerstiftung auf der Insel Juist. Große Unterstützung dafür – wie für die ebenfalls in dieser Zeit gegründeten Bürgerstiftungen in Norden, auf Borkum und auf Norderney – kam von Alfred Janßen von der OLB, der die Verbindung zur Bertelsmannstiftung aufbaute, die schließlich die Satzung erstellte.

Auf die Grundsatzentscheidungen folgte eine intensive Zeit der Akquise. Damals und auch in den Folgejahren wurden viele Insulanerinnen und Insulaner, Gäste sowie Eigentümerinnen und Eigentümer persönlich angesprochen, um sie als Stifterinnen und Stifter zu gewinnen. So erhöhte sich deren Zahl auf mittlerweile 165. Diese breite Unterstützung führte innerhalb der 20 Jahre zu einer Verzehnfachung des Kapitals der Bürgerstiftung, das auf jeden Fall erhalten bleiben muss. Aus den Erträgen und finanziellen Zuwendungen konnten für eigene Aktionen der Juist-Stiftung sowie an Juister Vereine und Institutionen im Laufe der Jahre insgesamt 466.000 EUR ausgeschüttet werden.
Die Hauptarbeit der Bürgerstiftung wird vom fünfköpfigen Vorstand geleistet. Dessen Mitglieder kehren von Zeit zu Zeit wieder „in die zweite Reihe“ zurück, bleiben dann aber meist eng mit der Stiftung verbunden, wie etwa Georg Lang im letzten Jahr. Auch zwei Mitglieder des Gründungsvorstands sind weiterhin aktiv: Michael Bockelmann, Zeitstifter des Jahres 2017, und Meint Habbinga, der die Buchhaltung übernimmt und nicht nur für Steuerfragen zur Verfügung steht. Vorstandsmitglied André Ebbighausen verwaltet seit der Gründung vor 20 Jahren ununterbrochen die Finanzen der Stiftung.
Im Stiftungsrat mit seinen bis zu dreizehn Mitgliedern bildet sich das gesellschaftliche Leben Juists ab. Die Satzung gibt vor: „Der Stiftungsrat wacht über die Einhaltung der Stiftungszwecke“, er begleitet die Vorstandsarbeit und unterstützt diese durch Anregungen und oft auch persönlichen Einsatz. Darüber hinaus erhalten die Stifterinnen und Stifter mit dem alljährlichen Stifterforum die Möglichkeit, sich über die Arbeit des vergangenen Jahres zu informieren.
Die vielfältigen Satzungszwecke geben den Rahmen für die Förderungen vor, die grundsätzlich auf Juist erfolgen sollen. Nur wenn die Projekte „dem Wohl der auf der Insel Juist lebenden Menschen dienen“, dürfen sie außerhalb Juists durchgeführt werden. Die Arbeit der Juist-Stiftung wird nicht nur von der staatlichen Stiftungsaufsicht kontrolliert, sondern auch vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, der die Korrektheit bereits im Gründungsjahr 2006 durch Verleihen des Gütesiegels bestätigte und dieses bis heute immer wieder erneuerte.
Basis der Förderungen und Aktionen sind neben den zugewendeten Geldern und den Vorschlägen, die durch sogenannte Ideenstiftung eingebracht werden, vor allem die Zeitstifterinnen und Zeitstifter. Sie unterstützen die allgemeine Arbeit des Stiftungsvorstands entweder regelmäßig (z.B. Bilanzerstellung durch Steuerbüro, Betreuung der Webseite, intensive Öffentlichkeitsarbeit) oder auch durch vielfältige Hilfe bei kleinen und großen Einzelaktionen (z.B. Pflege der Goldfischteiche, Ausrichtung des Stiftermahls).
Ein großes Dankeschön des Vorstands geht darum an alle Menschen auf der Insel und vom Festland für große und kleine Zustiftungen, für Spenden und vor allem für Zeit und Hilfe, auf die immer wieder gezählt werden kann. So beteiligen sich beispielsweise Gruppen des Juister Heimatvereins Jahr für Jahr am Fest zum „Tag der Stiftungen“. Für die Sommerkonzert-Reihe stellen die beiden Kirchen die Räumlichkeit zur Verfügung und auch die Inselgemeinde steht der Stiftung immer wieder zur Seite. Viele Geförderte, wie die Freiwillige Feuerwehr, revanchieren sich schließlich durch Mitarbeit bei unterschiedlichen Gelegenheiten.
Damit steht die Zukunft der Juister Bürgerstiftung aus Sicht von Vorstand und Stiftungsrat auch weiterhin auf einem guten Fundament.

